Haarfibel

Haarbürsten für jeden Zweck

Wo liegen die Unterschiede?

Teilen Teilen Teilen Teilen Teilen

Wussten sie eigentlich, dass durch das Bürsten der Haare das Fett, das die Kopfhaut umgibt, bis in die Haarspitzen gelangt und diese mit einem natürlichen Film überzieht, der sie vor äußeren Einflüssen schützt? Vorausgesetzt, Sie bürsten gründlich und ausgiebig und – natürlich – mit der richtigen Bürste. Und noch eines sollten Sie wissen: Die Tentakel der Büsten regen die Durchblutung der Kopfhaut an und schrubbeln abgestorbene Hautschüppchen ganz einfach aus dem Haar.

Bürsten gibt es wie Sand am Meer: Billig-Importe, die keinen einzigen Cent wert sind und Ihren Haaren mehr schaden als nutzen. Exemplare für den Hausgebrauch, die durchaus ihren Zweck erfüllen, bilden die zweite Kategorie. Fürs Bürsten zwischendurch sind sie gut geeignet. Naturborsten wirken besonders schonen auf die Kopfhaut – sie sind aber deutlich teurer. Eine Investition, die sich in jedem Falle lohnt, bedenkt man, dass wir unsere Haare – statistisch betrachtet – rund zwei Millionen Male im Leben bürstend durchstreifen. Spezielle Bürsten, also solche, die sich den Haar- und Stylingbedürfnissen perfekt anpassen, gibt es ein halbes Dutzend. Aber auch diese erhalten sie als Ramschware, als 0/8/15-Produkt oder in Profi-Qualität. Lassen Sie sich deshalb beim Kauf einer Bürste ausführlich beraten.

Die Allzweckbürste
Sie ist der Klassiker unter den Bürsten. Ideal ist sie für glattes und gewelltes Haar, nicht jedoch für gelocktes und gekräuseltes. Stylen lässt sich die Frisur mit ihr nur sehr bedingt. Der Effekt beim Bürsten ist vor allem glättend. Tipp: Eine Kombination aus längeren Kunststoffborsten (die die Kopfhaut massieren) und kürzeren, natürlichen Borsten (die das Sebum im Haar verteilen) ist das Optimum.

Die kleine Rundbürste
Sie bändigt nicht nur störrisches Haar, sie zaubert zugleich eine gewisse Fülle in die Frisur. Besonders geeignet ist sie für feines Haar, das durch sie am Ansatz mehr ‚Stand‘ erfährt. Tipp: Drehen Sie einzelne Strähnen beim Föhnen über die Rundung der Bürste. Auf diese Weise erzielen Sie einen Schwung, der Sie verblüffen wird.

Die große Rundbürste
Sie empfiehlt sich für längeres, glattes Haar. Das Styling in punkto Volumen wird mit ihr, wenn sie es föhnen, zum Kinderspiel. Als Favoriten gelten Bürsten mit Wildschweinborsten, die tollen Glanz erzeugen. Tipp: Für mehr Volumen ziehen Sie die Bürste durchs Haar nach oben –, für eine gewünschte Glättung wird sie nach unten hin ‚weggezogen‘.

Der Tangle Teezer
Dieser Tausendsassa löst Knoten im Haar fast ohne Ziepen. Völlig schmerzfrei geht es bei nassen Haaren. Geeignet ist er für alle Haartypen, sogar für stark gekräuseltes.

Die Skelettbürste
Fransiges und feines Haar wird durch sie voluminöser. Besonders dann, wenn Sie es ‚gegen den Strich‘ bürsten. Die weit auseinanderstehenden Borsten maximieren den Luft-Durchfluss beim Föhnen, so dass sich vor allem der Haaransatz ganz einfach stylen lässt.

Die Paddle Brush
Der Clou dieser Bürste ist das Luftpolsterkissen auf dem die Borsten verankert sind. Je nach Stärke des Drucks, den Sie beim Bürsten ausüben, variiert dieser Druck. Und das fühlt sich überaus angenehm an! Für längeres, kräftiges Haar ist sie prädestiniert, insbesondere dann, wenn Sie die glattverlaufenden Varianten bevorzugen.

Alle zwei Wochen sollten Sie Ihre Bürsten gründlich reinigen. Sie sehen dann nicht nur schöner aus – hygienisch einwandfrei können sich auch keine Keime an den Borsten festsetzen. Entfernen Sie zuerst die Haare, die sich in der Bürste verfangen haben, mit einem grobzinkigen Kamm und gegebenenfalls mit den Fingern. Tauchen Sie die Bürste dann für einige Minuten in kochendes Wasser, dem Sie zuvor ein paar Tropfen Spülmittel beigemengt haben. Beachten Sie aber – gerade bei Naturhaarbürsten – unbedingt auch die Pflegehinweise der Hersteller.

Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.