Fitness und Ernährung

Alarmsignal ‚Innere Fette‘

Eine tickende Zeitbombe

Teilen Teilen Teilen Teilen Teilen

Den meisten Menschen sieht man ihr Übergewicht förmlich an. Bauch, Hüften und Po sind die üblichen Problemzonen, an denen sich die Fettpolster bevorzugt bilden. Über den BMI, den Body-Mass-Index, lässt sich in vielen Fällen eine sogenannte Fettleibigkeit auch messen. Körpergröße und -gewicht werden in Relation gesetzt, und der Wert, der dabei errechnet wird (der Index), urteilt dann darüber, ob Sie der Norm entsprechen oder nicht. Ist der BMI zu hoch, dann sind Sie – salopp gesagt – dicker als es eigentlich erlaubt ist.

Ein paar Pfunde zu viel auf die Waage zu bringen ist erst einmal nichts Verwerfliches. Mitunter fühlen sich die Betroffenen sogar wohler als die dünnen ‚Barbiepuppen‘, die einzig darauf aus sind, ihr Gewicht und somit ihre körperliche Erscheinung an medizinischen Formeln auszurichten. Zum Leidwesen derer, die nicht rank und schlank sind, trägt ein Faktor dazu bei, sich – allem Wohlgefühl zum Trotz – nicht auf der sicheren Seite zu wiegen: das Fett. In Maßen verzehrt gehört es unumwunden zu einer ausgewogenen Ernährung, denn all die körperlichen Aktivitäten und Anstrengungen, die wir tagtäglich zu meistern haben, verlangen geradezu nach ihm –, ein Zuviel bricht jedoch die Balance. Und weil unser Körper das aufgenommene Fett, das er nicht mehr benötigt, nicht einfach wieder ausscheiden kann, schwimmt es erst einmal in unserem Blut herum, darauf wartend, dass wir eine Höchstleistung nach der nächsten vollbringen. Ein Halbmarathon wäre jetzt genau das Richtige, gesetzt den Fall, unsere körperliche Verfassung würde dem zustimmen. Die überschüssigen Fette würden in unseren Muskeln verbrannt und schon wäre wieder alles beim alten.

Nun laufen aber nur die wenigsten von uns regelmäßig zwanzig Kilometer am Stück und diejenigen, die zu viel Fett verzehren, meist schon gar nicht. Je mehr Nahrungsfette aber in unserem Blut vorhanden sind, umso schädlicher wirken sie. Und jetzt beginnt das Dilemma! Der absolute Überschuss wird zwar fortwährend in den Fettpolstern rund um den Po bis hinauf zum Bauch abgelagert, ein hoher Anteil verbleibt jedoch in den Blutbahnen und neigt dazu, sich an die Innenseite unserer Arterien zu klammern und dort zu verkleben. Die Adern werden in der Folge immer enger und vermindern den Fluss des Blutes, der vonnöten ist, sämtliche Organe mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen, insbesondere das Herz und das Gehirn. Sind die Wege dorthin versperrt, drohen ein Infarkt oder ein Schlaganfall.

Äußerliche Anzeichen für eine Fettleibigkeit sind schnell ausgemacht. Meist genügen eine Diät und ein sportliches Aufbauprogramm, um Abhilfe zu schaffen. Sitzt das Fett jedoch tiefer und ist somit spontan nicht erkennbar, schlummert das Übel im Verborgenen. Dann kann es sein, dass eine normalgewichtige Frau ein Gefahrenpotenzial mit sich herumträgt, das bislang keinerlei Anlass zur Besorgnis erregte: Eine tickende Zeitbombe!

Wie lässt sich das ‚Innere Fett‘ erkennen? Zum einen über die Blutwerte. Sind die Triglyzeride, das HDL-Cholesterin oder der Blutzucker erhöht, ohne dass Ihr Körpergewicht von der Norm abweicht, kann dies ein Indiz für das Vorhandensein ‚Innerer Fette‘ sein. Ein zu hoher Blutdruck ist ebenfalls ein Alarmsignal. Jetzt sollte ein MRT durchgeführt werden. Mittels dieser Tomografie, die absolut schmerzfrei ist, lassen sich Verfettungen der Innenorgane (meist Herz, Leber und Bauchspeicheldrüse) zweifelsfrei feststellen und daraus Konsequenzen ableiten.

Ein guter Rat zuletzt: Einmal im Jahr sollten Sie Ihr Blut untersuchen lassen. Allein schon deshalb, da über das sogenannte Blutbild so ziemlich alles, was in unserem Körper vorsichgeht, kontrolliert werden kann. Sichtwort Früherkennung. Auch in Bezug auf die ‚Inneren Fette‘. Ist jedoch alles in Ordnung, dann können Sie sich getrost in Sicherheit wiegen.

Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.