Fitness und Ernährung

Unterirdische Vitaminbombe

Topinambur – die unbekannte Frucht

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Sie ist exotisch, weitestgehend unbekannt und mega-gesund: Topinambur, die Wunderknolle aus Nord- und Mittelamerika überrascht mit vielen positiven Eigenschaften.

Angeblich macht das Wurzelgemüse aus Übersee schlank und ist sehr gut für Diabetiker geeignet, da sie den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen lässt. Was ist wirklich dran an der „Erdartischocke“? Topinambur ist mit der Sonnenblume verwandt, daher sieht ihre Blüte dieser auch sehr ähnlich. Zum Essen bzw. als Gemüse werden die unterirdischen Wurzelausläufer genommen, die stark an Ingwerwurzeln erinnern. Ganz im Gegensatz zum würzigen, scharfen Ingwer schmeckt die Topinambur jedoch eher nussig-süßlich. Zudem sättigt sie und enthält kaum Kalorien. Verantwortlich dafür ist der lösliche Ballaststoff Inulin, der im Magen und Darm aufquillt und somit viel Wasser bindet. Außerdem wird Inulin im Dünndarm nicht zerlegt und gelangt so unverändert in den Dickdarm. Der eigentlich aus vielen Zuckermolekülen bestehende Ballaststoff steht damit nicht als Energieträger zur Verfügung und liefert daher fast keine Kalorien. Zusätzlich regt der Quellstoff die Verdauung an, indem er zum Aufbau der Darmflora beiträgt. Topinambur wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch als „Diabetiker-Kartoffel“ bezeichnet, weil das Inulin, die Fruktose in sich gebunden trägt und diese erst im Dickdarm freisetzt. Deshalb beeinflusst Topinambur den Blutzuckerspiegel tatsächlich nicht so stark. Noch dazu liefert die Wunderknolle viel Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen und Natrium sowie Provitamin A und mehrere B-Vitamine plus die Vitamine D und C. Topinambur findet man von Oktober bis Mai in gut sortierten Gemüseläden und auf Wochenmärkten.

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