Fitness und Ernährung

Welche Sportart passt zu mir?

Ein Leitfaden für Unentschlossene

Teilen Teilen Teilen Teilen Teilen

‚Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht‘, lautet ein Sprichwort. Ob eine solche Grundhaltung nun positiv oder eher negativ zu bewerten ist, sei einmal dahingestellt. Immerhin könnte er ja mal von dem ihm Unbekannten kosten – vielleicht käme er dann auf den Geschmack. Und vielleicht würde er’s dann im Nachhinein sogar bereuen, nicht vorher bereits einmal probiert zu haben.

Das Unbekannt ist nicht jedem willkommen. Begründet liegt diese Tatsache darin, dass wir Menschen – Ausnahmen gibt es natürlich – von Natur aus auf Vorsicht getrimmt sind. Allein schon deshalb, um keine vermeidbaren Fehler zu begehen und so die eigene Existenz auf Spiel zu setzen. Mitunter treibt uns diese Vorsicht aber in ein kleines Dilemma. Nämlich dann, wenn wir eine ablehnende Haltung gegenüber all dem einnehmen, was durchaus auch gut für uns sein könnte. Ein adäquates Beispiel ist die sportliche Betätigung. Dass viele von uns zu wenig für die Gesunderhaltung ihres Körpers und ihr Wohlbefinden tun, ist kein Geheimnis. Dass aber so manch eine von uns vorgeblich gar kein Interesse daran hegt, einmal etwas Neues auszuprobieren, ist nicht so recht nachvollziehbar. Da wird über die Nordic Walker gelästert, die – aus eigenem Antrieb – bestrebt sind, ihre Kondition zu verbessern, weil sie ja doch nur ihre Stöcke hinter sich herschlüren –, und über die Schwimmgruppe, die folgsam den Befehlen der Bademeisterin gehorcht, die bei lauter Musik im Hintergrund ihr Programm abspult. So ganz ehrlich sind diese Einwände jedoch nicht gemeint, täuschen sie doch einzig ein Desinteresse vor. Mit dabei zu sein kostet Überwindung. Und schon sind wir wieder bei dem Bauern angelangt, der sich – weil er so borniert ist – allem versperrt. Würden die Zweifler ihre Ressentiments fallenlassen und sich ganz offen präsentieren, sähe die Welt schon ganz anders aus.

Sport zu betreiben gehört zum Leben wie zu essen und zu trinken. Wer sich nicht ausreichend bewegt und zudem noch zu viel isst, der muss sich nicht wundern, dass er seine Idealmaße schnell aus den Augen verliert. Eine sportliche Betätigung kann aber noch ganz andere Ziele verfolgen. Sie steigert die Motivation, fördert das Selbstbewusstsein und trägt dazu bei, den Sinn des Lebens aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten – neue Freunde inklusive. Denn gleich und gleich gesellt sich gerne. Alles, was Sie vorerst dafür tun müssen, ist es, sich inspirieren zu lassen. Und wenn Sie erst einmal fündig geworden sind, dann läuft meist alles wie von selbst. Worauf warten Sie also noch?

Für die Steigerung der Kondition eignen sich am besten Jogging, Radfahren, schwimmen, wandern und Nordic Walking. Etwas ausgefallener sind das Rudern und das Inline-Skating. Im Winter steht der Skilanglauf ganz hoch im Kurs. All diese sogenannten Ausdauersportarten lassen gleichsam auch die Pfunde purzeln und zwar weitaus effektiver, als Sie dies erreichen würden, wenn Sie dieselben Bewegungsabläufe ‚inhouse‘, also in einem Fitness-Studio ‚nachahmen‘. Über die Gründe ist sich die Wissenschaft uneins. Fakt ist jedoch, dass zum einen der Sauerstoffgehalt der Luft draußen viel höher ist, was zuträglich für die ‚Energiegewinnung‘ ist –, zum anderen wirkt sich das Tageslicht positiv auf unser Gemüt aus. Hinzu kommen noch die Gerüche und Düfte der Natur, die uns anregen, das Wetter, das seine Kapriolen schlägt und die willkommenen Außeneinflüsse in Form von Begegnungen der besonderen Art.

Für diejenigen, die die Geselligkeit schätzen und sich nicht groß verausgaben möchten, kommen die folgenden Sportarten in Frage: Kegeln und Bowling, Billard und Boule, Darts, Geocaching und Golf. Des Weiteren empfehlen sich Schnorcheln, tauchen, schießen, aber auch das Tanzen.

Wer seine Grenzen austesten möchte, für den eignen sich Bergsteigen und Mountainbiking, Wasserski und Kitesurfen, Fallschirmspringen, Bungee-Jumping und Rafting. Schnellkraft und Präzision stehen bei diesen Disziplinen im Vordergrund: Boxen und Kickboxen, Squash und Tennis, Paintball und Badminton. Vor allem um Kraft und Ausdauer geht es in der letzten Kategorie: Bodybuilding, rudern, Triathlon und Skilanglauf.

Ob Sie nun jünger oder bereits etwas älter sind, ist bei der Wahl Ihrer Lieblingssportart eher nebensächlich. Schließlich wollen Sie ja nicht gleich einen Weltrekord aufstellen, oder? Einzig und allein ausschlaggebend ist Ihr Interesse daran, etwas Neues auszuprobieren, das Sie vielleicht ein Leben lang begleiten wird und Ihnen – ganz nebenbei – viel Freude bereiten wird. ‚Auf zu neuen Ufern!‘ sollte deshalb Ihr Leitspruch lauten.

Inspiriert habe ich Sie nun zur Genüge. Und wenn Sie ehrlich sind, dann reizt es Sie schon, das ein oder andere zumindest einmal zu versuchen. Wenn Sie jedoch mit dem Kopf schütteln, weil unter den fast dreißig Sportarten nicht eine einzige ist, die Sie begeistern könnte, dann machen Sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas vor.

In den allermeisten Fällen wird der Sport hierzulande über Vereine organisiert. Dort steht man Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Ihr Lebensalter ist recht unerheblich, denn Altersgenossen finden sich fast immer. Schauen Sie einfach mal im Internet nach Adressen und Anlaufstellen.

Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.