Haarfibel

Styling für trockene Haare

Ein Interview mit einem Hautarzt

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Welche Styling-Produkte eignen sich für trockene Haare und von welchen sollten Sie lieber die Finger lassen? Wir haben einen Hautarzt befragt. Vor allem ging es uns darum, eine möglichst neutrale Meinung zu erfahren, eine solche also, die – medizinisch gestützt – frei von Zwängen ist. Schließlich wird in der Produkt-Werbung manchmal ganz schön geflunkert.

Vor uns auf dem Tisch haben wir ein gutes Dutzend Styling-Produkte und – der Vollständigkeit halber – drei Pflege-Produkte ausgebreitet. Mit diesen beginnt dann auch unser Gespräch.

„Shampoo, Conditioner und Pflegemasken – was ist davon zu halten?“

„Es gibt viele Produkte, die das Übel in Schach halten. Trockene Haare sind aber in der Regel meist so sehr geschädigt, dass der Effekt nur solange anhält, wie das Produkt verwendet wird.“

„Es sei denn, die Haare wachsen nach und werden dann von Vornherein so gepflegt, wie es sein sollte?“

„Ganz genau. Trockene, geschädigte Haare lassen sich nicht in gesunde verwandeln.“

„Kommen wir auf die Styling-Produkte zu sprechen. Wie verhält es sich mit Haar-Gel?“

„Es verschließt die Struktur eines jeden einzelnen trockenen Haares und sollte nicht verwendet werden.“

„Sind Haar-Wachse besser?“

„Nicht wirklich. Die fettlösliche Substanz versiegelt die Haare, so dass keine Feuchtigkeit mehr eindringen kann.“

„Was ist mit Haarspray?

„Für trockene Haare das reinste Gift!“

„Und Styling-Cremes?“

„Wenn sie keinen Alkohol enthalten, sind sie angemessen, zumal sie wasserlöslich sind, Feuchtigkeit also passieren lassen.“

„Und Haar-Öle – was hat es damit auf sich?“

„Wenn die trockenen Haare – gleich nach dem Waschen –, also in feuchtem Zustand mit Ölen einbalsamiert werden, dann verbleibt die Feuchtigkeit im Haar.“

„Und Stylen lässt sich die Frisur auch ein wenig…“

„In diesem Punkt sind Sie die Experten.“

„Was empfiehlt ein Hautarzt denjenigen Patienten, die unter zu trockenen Haaren leiden, dennoch aber recht stylisch daherkommen wollen?“

„Patienten, die über trockene Haare klagen, plagt vor allem eines: ‚Wie kann ich dieses Problem in den Griff bekommen?‘ Im Vordergrund steht dabei oft der ästhetische Aspekt, denn die Haare sind meist trocken wie Stroh und irreversibel geschädigt. Aus medizinischer Sicht geht es erst einmal darum, das Übel an den Wurzeln zu packen. Ich analysiere Haare und Kopfhaut und verschreibe wirksame Medikamente.“

„Die Ästhetik steht also erst einmal hinten an.“

„Genauso ist es. Trotzdem habe ich einen Tipp für Sie: Es gibt ein Spray für trockene Haare, das mit Hyaluronsäure angereichert ist. Dieser Stoff kann extrem viel Feuchtigkeit binden und gibt sie dann fortwährend an die Haare ab. Gesprüht wird mehrmals täglich. Durch den feinen Sprühnebel erscheinen die Haare so, als wären sie ein wenig feucht.“

„Und dann lassen sie sich in Form bringen?“

„Ein bisschen schon. Auf jeden Fall aber sind sie nicht mehr so strohig. Viel wichtiger ist jedoch ein langfristiges Vorgehen. Die bestehenden, trockenen Haare sehen durch die Verwendung eines solchen Sprays und durch Haarkuren schöner aus –, trotzdem sind sie nachhaltig geschädigt. Die nachwachsenden Haare erfahren aber sowohl über die Medikamente, die ich verschreibe als auch durch eine adäquate Pflege eine Art ‚Neustart‘. Diesen Aspekt darf man nicht außer Acht lassen, erzeugt er doch einen realistischen Hoffnungsschimmer. Außerdem wachsen unsere Haare gut einen Zentimeter pro Monat – das lässt sich abwarten.“

„Und wenn die Haare endlich nachgewachsen sind?“

„Dann sollte die Pflege auf jeden Fall beibehalten werden, denn zumeist führt ein gerüttelt Maß Vererbung dazu, dass Haare zu trocken sind.“

„Verraten Sie uns abschließend noch den Namen des Hyaluron-Sprays?“

„Alcina Hyaluron 2.0 Spray.“

„Vielen Dank für diese ausführlichen Erläuterungen!“

Erhältlich ist dieses Produkt bei www.profihaarwelt.de

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