Beauty Tipps

Perfekt gepflegte Füße III

Im Fokus: Schwielen

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Wenn die Schuhmode nicht ständig mit neuen Trends aufwarten würde, uns dazu verführend, unsere Füße in das ein oder andere zu enge Paar hineinzuzwängen, dann blieben uns die sogenannten Schwielen ganz sicher erspart. Aber wer denkt beim Schuhekaufen schon rational?

Durch ständigen Druck auf stets dieselben Stellen, aber auch durch Reibung bilden sich Schwielen fast ausschließlich auf knochen-naher Haut, also unterhalb und seitlich der Ferse und rechts und links der Zehenpartie. Würden der Druck und/oder die Reibung nicht mittels der Schwielen, die wie ein Puffer fungieren, abgemildert, dann könnten die Knochen einen nicht zu unterschätzenden Schaden nehmen.

Schwielen sind totes Gewebe. Sie werden weder durchblutet, noch reagieren sie auf die meisten äußeren Reize. Sie können sie mit einem Bimsstein abschmirgeln, sie mit einer groben Feile abraspeln –, ja, Sie könnten sie sogar mit einem Cutter-Messer in dünnen Scheiben abschneiden (wovon ich Ihnen abrate). All das gelänge Ihnen vollends schmerzfrei, eben weil eine Schwiele, die auch als Hornhaut bezeichnet wird, mausetot ist.

Ästhetisch betrachtet sind Schwielen ohne Zweifel ein Makel. Sie fühlen sich nicht nur wie ein leidiger Fremdkörper an, sie verfärben sich zudem noch unansehnlich hell-ocker (weil sie nicht durchblutet werden) und treiben manch eine Frau dazu, ihre Füße tunlichst nicht zur Schau zu stellen.

Nun ist es ein Leichtes, Abhilfe zu schaffen. Die bereits erwähnten Methoden des Raspelns und Schleifens sind durchaus dafür geeignet. Erwarten Sie aber nicht zu viel! Mehr als geringfügige Korrekturen am optischen Erscheinungsbild Ihrer Füße werden Sie auf diese Weise nicht erzielen. Dafür bedarf es schon einer Behandlung bei einer versierten Fußpflegerin. Sie rückt den Schwielen mit den sogenannten Keratolytika zu Leibe, einer säurehaltigen Tinktur, die die Hornhäute nach und nach auflöst.

Sinn und Zweck eines solchen Vorgehens mag allerdings mit Fug und Recht bezweifelt werden, es sei denn, Sie legen es – Ihre alten Gewohnheiten beibehaltend – auf einen Kampf mit Ihren Fußknochen an. Denn: Sind die Schwielen erst einmal beseitigt, erhöht sich der Druck auf die Knochen wieder. Das sollten Sie bedenken.

Wer partout nicht darauf verzichten mag, seine Füße in ergonomisch fragwürdige Objekte zu stülpen, weil die Mode nun einmal den letzten Ton angibt – und ich nehme mich da nicht aus – der sollte die beengenden Schuhe bei jeder sich bietenden Möglichkeit wieder ausziehen und gegen bequemere tauschen oder am besten gleich barfuß laufen.

Neulich musste ich von Detmold zu einem Termin nach München fahren. Gut sechshundert Kilometer auf der Autobahn lagen vor mir. Stylisch gekleidet – mit meinen High-Heels an den Füßen – stand ich kurz vor der Abfahrt vor meinem Wagen, als mich ein Gedanke überkam. Sogleich lief ich zurück ins Haus, kramte meine Sneakers aus dem Schuhschrank und zog sie an. Auf der letzten Raststätte, kurz vor meinem Ziel, würde ich sie wieder tauschen, nahm ich mir vor. Gesagt – getan. Können Sie sich vorstellen, wie entspannt meine beiden Füße waren, bevor ich sie – gezwungenermaßen – wieder in das schwielen-treibende, top-modische Schuhwerk presste?

Lesen Sie auch die ersten beiden Artikel zu diesem Thema.

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