Beauty Trends

Traumhaft weiße Zähne

Bleaching liegt voll im Trend

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Auf den Covers der bunten Illustrierten strahlen sie alle um die Wette: die Shootingstars aus der Popszene, die Hauptakteure aus den coolsten Movies und nicht zuletzt die Promis aus dem Showbusiness. Schneeweiß blenden die Zähne, die niemals hinter den Lippen verborgen bleiben. Lachen will halt gekonnt sein in diesem Genre. Dass die flinken Finger derjenigen, die die Fotos all der Berühmtheiten retuschieren, ihre Hände mit im Spiel haben, ist nichts Neues. Dass jedoch viele Stars ihre nicht ganz so makellos erscheinenden Zähne etwas aufhübschen lassen, um noch gewinnender lächeln zu können, ist ein kleines Geheimnis, dem Belle Experts auf die Spur gegangen ist.

So richtig weiße Zähne haben die wenigsten von uns. Der eigentliche Farbton ist hellelfenbein. Meist sind die Eckzähne etwas kräftiger im Farbton, was daran liegt, dass sie sich als letzte aus dem Zahnfleisch schälen. Als Folge konnte sich die gelbliche Dentinschicht länger ausbilden und ist deshalb dicker als bei den Schneidezähnen. Durch den transparenten Zahnschmelz schimmert das Dentin dann intensiver hindurch, was als ästhetisch störend empfunden werden kann. Zudem verfärben Ablagerungen wie etwa Koffein, Nikotin, Tannin und bestimmte Medikamente – über die Jahre – den Zahnschmelz, so dass sich die Zähne an sich verdunkeln. Diesen Prozess können Sie durch Putzen und Rubbeln nicht wieder rückgängig machen. Verzichten Sie deshalb auf Präparate aus der Drogerie, die Ihnen weiße Zähne versprechen. Einzig und allein eine chemische Behandlung der Zähne ist wirkungsvoll. Sie entzieht ihnen die Verfärbungen durch aktiven Sauerstoff von innen heraus. Auf diese Weise wird der Ursprungsfarbton wieder generiert. Ohne große Umstände lassen sich so aber auch Zähne, die durch eine Laune der Natur etwas gelblicher erscheinen als erwünscht, bleichen –, oder sagen wir besser ‚bleachen‘, weil eine solche Behandlung im Fachjargon so genannt wird.

Das Bleaching ist eine Kunst für sich und deshalb sollten Sie es einem versierten Zahnarzt überlassen. Zwar können Sie auch in einigen Fachmärkten oder im Internet diverse Produkte für ein Bleaching erwerben –, wenn das erwartete Ergebnis aber nicht zu Ihrer Zufriedenheit ausfällt, werden Sie in die Röhre schauen. Zudem enthalten die freiverkäuflichen Präparate einen wesentlich geringeren Anteil an Wasserstoffperoxid (das den aktiven Sauerstoff freisetzt) und wirken deshalb längst nicht so effektiv wie die chemischen Substanzen, die bei einem Zahnarzt zum Einsatz gelangen.

Zwei Möglichkeiten des Bleachings bieten sich in einer Zahnarztpraxis: Beim In-Office-Bleaching werden einzelne Zähne kontrolliert aufgehellt. Diese Methode ist – meines Erachtens – die beste, da sie selektiv angewandt wird. So können (beispielsweise) nur die Eckzähne aufgehellt werden, damit sie sich farblich stimmig ins Gesamtbild fügen. Selbst ein akzentuiertes Bleichen eines einzelnen Zahnes ist mit dieser Technik möglich. Als Alternative kommt das Home-Bleaching in Betracht. Vom Zahnarzt angelegte Schienen sind mit Wasserstoffperoxid befüllt und entfalten ihre Wirkung über einen längeren Zeitraum. Der Nachteil dieser Methode ist es, dass sämtliche Zähne des Kiefers gleichstark aufgehellt werden. Somit ergibt sich nach der Prozedur zwar ein Aufhellungseffekt –, die Unterschiede von Zahn zu Zahn bleiben jedoch weitgehend bestehen. Eine perfekte Einheit lässt sich mittels Home-Bleaching nur dann erzielen, wenn vormals alle Zähne recht einheitlich vergilbt waren. Bestanden aber starke Unterschiede hinsichtlich der Verfärbungen, dann wird nur ein Bleaching bis zu Äußersten, also zum reinen Weiß einen Erfolg bescheren. Ein solches Ergebnis wirkt aber derart künstlich, dass vehement davon abzuraten ist.

Verschweigen möchte ich Ihnen nicht, dass das Bleaching auch Gefahren birgt. Eine Studie der Ohio State University hat ergeben, dass der Zahnschmelz durch das Aufhellen an Härte verliert, was dazu führt, dass Stoßeinwirkungen (zum Beispiel ein unbeabsichtigter Kontakt mit Gläsern) irreversible Schäden hinterlassen, weil sich die Zahnoberfläche nicht mehr regenerieren kann.

Fast bin ich geneigt, ob der Nachteile, die die besagte Studie offenbart hat, gänzlich vom Bleaching abzuraten, um Ihnen, liebe Leserinnen, keinen Floh ins Ohr zu setzen, der Ihnen zum Nachteil gereicht. Doch gleichsam vernehme ich den sehnlichen Wunsch einer Freundin, ihre von Natur aus etwas gräulich schimmernden Zähne nicht ständig hinter ihren Lippen verstecken zu müssen. Fazit: Ein subtiles Bleaching unter strenger zahnärztlicher Kontrolle hebt die Lebensqualität in punkto Ästhetik bisweilen erheblich. Aus diesem – unverkennbaren – Trend aber ein Must-have abzuleiten, kann ich nicht unterstützen.

Lesen Sie auch unsere Beiträge Schöne Zähne, Zahnbehandlungen und Karies und Parodontitis.

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