Gesundheit

Milch trinken kann vor Krebs schützen

Eine britische Studie offenbart erstaunliche Erkenntnisse

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Früher zählte die Kuhmilch zu den Grundnahrungsmitteln, kein Wunder, enthält sie doch ein gerüttelt Maß an Nährstoffen, die unser Körper tagtäglich benötigt. Auf dem Schulhof wurde sie getrunken, zum Frühstück sowieso, und als Shake hat die Milch eine kleine Revolution entfacht. Der Slogan ‚Die Milch macht’s!‘, den damals jeder kannte, zeugt von der Popularität und der Power, die dieses Lebenselixier verkörperte.

Der Kuhmilch-Verzehr sinkt seit Jahren

Begonnen hat die Tendenz mit der Vegetarier-Bewegung der 1980er Jahre, die in der Folgezeit immer größere Kreise zog. Heutzutage bietet der Handel zahlreiche pflanzliche Substitute an, von Soja- über Hafer- bis hin zur Mandelmilch ist so ziemlich alles mit dabei, was sich zu einem Adäquat verarbeiten lässt. Dass diese Varianten bisweilen sowohl geschmacklich als auch nährstoffbezogen kaum noch etwas mit dem Original zu tun haben, ist eine Konsequenz, die viele, die die Kuhmilch partout verpönen, nicht auf dem Zettel haben, denn was die Nährstoffe anbelangt, haben britische Forscher nun eine erstaunliche Erkenntnis gewonnen.

Milch trinken kann vor Krebs schützen

Im Rahmen einer großangelegten Studie haben Forscher der Oxford-University unter der Federführung von Keren Papier die Ernährungsgewohnheiten von mehr als einer halben Million Frauen erfasst und ausgewertet. Die sogenannte ‚Million Women Study‘ – ein Screening zur Vorbeugung von Brustkrebs –, die zwanzig Jahre andauerte, förderte folgende Erkenntnis zu Tage: Mehr als zwei Prozent der Probandinnen erkrankte innerhalb dieses Zeitraumes an Krebs. Dabei stellte sich heraus, dass mehr als 90 Prozent der Erkrankten auf den Verzehr von Milch und Milchprodukten verzichteten.

Was macht die Milch so einzigartig?

Neben dem Vitamin B2, Magnesium und Phosphor enthält die Kuhmilch relativ viel Kalzium. Im Rahmen der besagten Studie hat es sich herausgestellt, dass das Kalzium das Krebsrisiko im Mittel um etwa 17 Prozent senkt, so denn täglich ein Viertel Liter Milch getrunken wird. Die Schutzfunktion dieses Minerals – so vermuten die Forscher – könnte damit zusammenhängen, dass sich das Kalzium an Gallen- und Fettsäuren im Dickdarm bindet, was zu einer Krebsresistenz der Darmschleimhaut führt.

Sollten wir unsere Ernährungsgewohnheiten ändern?

Dass das in der Kuhmilch enthaltene Kalzium das Krebsrisiko senkt, hat die ‚Million Women Study‘ erwiesen. Fakt ist zudem, dass der Milchkonsum in Deutschland in der vergangenen 35 Jahren um 25 Prozent zurückgegangen ist, während gleichzeitig die Zahl der an Krebs gestorbenen Menschen von 2002 bis 2022 um gut zehn Prozent gestiegen ist, obwohl sich die gesundheitlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Krebsvorsorge und den schädlichen Umwelteinflüssen im selben Zeitraum verbessert haben. Ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr der Milch und einer daraus resultierenden Krebsentstehungs-Minimierung ist dennoch nicht zweifelsfrei erbracht, sind doch noch zahlreiche weitere Faktoren mit einzubeziehen.

 

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