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Bluthochdruck und Diabetes

Zwei Killer in Lauerstellung

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Völlig unbemerkt treiben sie ihr Unwesen in unserem Körper. Schleichend wie eine Schnecke vollzieht sich ihr Wirken. Und wenn man die Vorzeichen ignoriert, dann fällt man sprichwörtlich aus allen Wolken, wenn der Arzt das Leiden diagnostiziert. Doch dann helfen nur noch Medikamente, die die Erkrankungen künstlich in Schach halten. Lassen Sie es nicht so weit kommen!

In Deutschland leidet jeder Dritte an erhöhtem Blutdruck; jeder Zwölfte ist an Diabetes erkrankt. Die Zahlen sind derart hoch, dass man durchaus von Volkskrankheiten sprechen kann. Sowohl der Bluthochdruck als auch der Typ-2-Diabetes sind oftmals erblich bedingt. Ist nur ein Elternteil ‚vorbelastet‘, tritt eine Erkrankung bei der nachfolgenden Generation wesentlich seltener auf als für den Fall, dass Vater und Mutter gleichermaßen betroffen sind. Doch so ernüchternd diese Erkenntnisse auch klingen mögen, sie bergen auch eine Chance. Nämlich dann, wenn man ihnen – von Kindesbeinen an – präventiv ausreichend Beachtung schenkt. Für Risiko-Patienten sollte diese Art der Vorbeugung mit dem Kinder-/Hausarzt besprochen und durchgeführt werden. Auf diese Weise werden jene Menschen, bei denen ein Verdacht vorliegt, bereits frühzeitig einer wirksamen Kontrolle unterzogen – und nicht erst dann, wenn die Fakten eine eindeutige Sprache sprechen.

Bluthochdruck bleibt oftmals unerkannt. Die Symptome sind nicht derart eindeutig, als dass sich aus ihnen ein verlässlicher Frühwarn-Indikator ableiten ließe. Und deshalb wird dieses Leiden auch nur allzu selten von den Betroffenen selbst entdeckt. Dabei genügt das Messen des Blutdrucks – in der Apotheke oder zu Hause mit einem eigenen Messgerät – um Klarheit zu erlangen. Als Normwerte gelten 140/90 – 160/100 mm Hg. Werden diese Werte – über einen Zeitraum von einigen Tagen – überschritten, sollten Sie zum Arzt gehen.

Bei der Entstehung eines Diabetes sind die Vorzeichen zwar ebenso schwammig wie beim Bluthochdruck, es gibt aber dennoch einige Indikatoren, die auf eine Erkrankung hinweisen können. Dazu zählen: trockene und juckende Haut, ein vermehrter Harndrang und starke Durstgefühle; auch die Wundheilung kann negativ beeinträchtigt sein. Diagnostiziert wird der Diabetes mittels der Blutzuckerwerte – deshalb wird dieses Leiden im Volksmund auch als Zuckerkrankheit bezeichnet. Als Normwerte gelten in nüchternem Zustand 95 – 100mg/dl.

Bewegt sich ein erhöhter Blutdruck im Anfangsstadium, kann diesem Missstand auch ohne dem Einfluss von Medikamenten begegnet werden. „Reduzieren Sie den Stress!“ lautet der erste Ratschlag. Wenn Sie übergewichtig sind, sollten Sie auch dagegen etwas unternehmen, denn zu viele Pfunde begünstigen die Entstehung des Bluthochdrucks geradezu dramatisch. Mit einer basenüberschüssigen Ernährung können Sie einen zu hohen Blutdruck dauerhaft senken. Zum besseren Verständnis: Als basische Lebensmittel werden vor allem Gemüse, Rote Bete, Hülsenfrüchte, der Granatapfel, Leinöl und Nüsse bezeichnet. Und genau diese sollten Sie vermehrt verzehren, um dem Bluthochdruck entgegenzuwirken. Verzichten sollten Sie hingegen auf säurehaltige Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Weißmehle. Salz beim Würzen zu verwenden ist überaus abträglich. Viel besser eigenen sich Kräuter jedweder Geschmacksrichtung, weil auch sie basisch sind.

Um der Entstehung eines nicht erblich bedingten Diabetes vorzubeugen, aber auch, um den Krankheitsverlauf nicht zu verschlechtern, sollten Sie Ihre Ernährung umstellen. Künstliche Süßstoffe (oder Zimt) anstelle von Zucker zu verwenden, ist ebenso ratsam wie ausreichend Ballaststoffe (zum Beispiel ungeschälte Getreidekörner, Haferschrot oder Leinsamen) zu verzehren. Auch die sogenannten Antioxidantien wirken sich positiv aus. Zu ihnen zählt die Heidelbeere. Neben grünem Blattgemüse sollten Linsen, Bohnen, Quinoa, Amaranth und Hirse auf Ihrem Speiseplan stehen. Kichererbsen und Sojaprodukte enthalten viel Protein und sind deshalb ebenso förderlich.

Bluthochdruck und Diabetes sind zwei Killer in Lauerstellung, die darauf abzielen, nicht entdeckt zu werden. Und oftmals geht ihre Taktik auf, denn ein Großteil der Erkrankten ahnt nicht einmal, dass sich die Schlinge um ihren Hals bereits zuzuziehen droht, weil sie nur alle Jubeljahre einmal zum Arzt geht. Doch diese Ignoranz spielt den Killern in die Karten. Je länger die Krankheit unerkannt bleibt, umso verheerender können die Folgen sein! Bedenken Sie dies, wenn Sie etwas zu selbstbewusst davon ausgehen, dass es Sie schon nicht treffen wird.

1 Kommentar

  1. Anne K.

    21. August 2019 um 21:05

    Wie wahr! Ich habe es auch nicht bemerkt und fiel beim Arztbesuch aus allen Wolken. Jetzt verzichte ich total auf Zucker und nehme Ahornsirup, wenn ich es süß haben möchte.

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