Beauty-Lounge

Der Nebel der feinen Düfte

Teilen Teilen Teilen Teilen Teilen

„Warum besprühen wir uns eigentlich mit einem Pafum?“ haben wir Passanten in der Bielefelder Fußgängerzone gefragt. Zwanzig Frauen und fünf Männer haben geantwortet:

  • damit wir besser riechen (8)
  • um die Männer zu verführen (8)
  • weil ich meiner Freundin gefallen will (4)
  • um mein Selbstbewusstsein zu stärken (2)
  • weil die anderen es erwarten (2)
  • ich benutze kein Parfum (1)

Vier Fünftel der Befragten führen an, was wohl den Großteil jener antreibt, die sich jeden Morgen – und manchmal auch zwischendurch – in den Nebel der feinen Düfte hüllen: den anderen gefallen zu wollen.

Die einen übertreiben es, umgeben von einer penetranten Duftwolke, die manch einen in die Flucht schlägt –, der angenehm-bezaubernde Geruch der anderen offenbart sich erst dann, wenn man ihnen zu nahetritt. Wie aber können wir verhindern, dass wir nicht zu aufdringlich daherkommen, und wie erregen wir eine subtile Aufmerksamkeit?

‚Besser zu riechen‘ – das Argument, mit dem rund ein Drittel der von uns Interviewten sein Ansinnen verdeutlicht, ist gar nicht so einfach, denn es gibt da ein grundsätzliches Problem: Wenn sich eine Frau für ihren Lieblingsduft entscheidet, dann kann die Wahl des von ihr favorisierten Parfums mitunter ganz schön daneben liegen. Und genau deshalb treibt uns auch die penetrante Duftwolke in die Flucht. Gar nicht auszudenken, was geschähe, wenn jene – die es ja nur gutgemeint hat – einen duftenden Volltreffer gelandet hätte.

Ihr Lieblings-Parfum muss vor allem den anderen gefallen

Sie sind es, die Sie mit Ihrem Fluidum begeistern möchten. Den Empfehlungen Ihrer Freunde sollten Sie deshalb in jedem Falle Gehör schenken.

Bleiben Sie sich treu!

Haben Sie Ihren Lieblings-Duft (oder gleich mehrere) längst entdeckt – und Ihr Partner sieht das ebenso – dann sollten Sie keine Experimente wagen, selbst dann nicht, wenn der ein oder andere dies in Frage stellt. Vielleicht kann er Sie ja partout nicht riechen.

Ein Parfum so aufzusprühen, dass sich daraus eine optimale Wirkung entfaltet, ist eine kleine Wissenschaft für sich. Zwei Fragen stehen dabei im Fokus: Wie viel Parfum sollte man wie oft verwenden, und an welchen Stellen des Körpers sollte es aufgetragen werden?

Zwei oder drei Stöße aus dem Dispenser sind ausreichend

Fürs Erste zumindest. Denn wer noch wichtige Dates hat, der kann durchaus drei, vier Mal am Tag sprühen. Wichtig: Je höher die Temperaturen sind, umso mehr duftet ein Parfum.

Gesprüht wird auf Hals, Schläfe und manchmal auch auf die Handgelenke

Wer von seinem Lover heiße Küsse ersehnt, der sollte sein Kinn in eine kleine Duft-Oase verwandeln – vorausgesetzt ER liebt Sie ebenso wie Ihr Parfum. Für den Nacken gilt dasselbe. Und dann geht’s natürlich noch weiter – Ihrer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Wer an trockener Haut leidet, der sollte sie eincremen, bevor das Parfum aufgesprüht wird. Auf diese Weise verbreitet sich der Duft wesentlich intensiver.

Unsere Haare sind ein idealer Duft-Träger, allein schon durch ihr relativ großes Volumen, das den Duft perfekt verströmt. Einmal besprüht, tragen Sie Ihre ganz persönliche Aura wie eine unsichtbare Silhouette in die weite Welt hinaus. Doch sprühen Sie nicht einfach drauflos! Richtig professionell gehen Sie vor, wenn Sie das Parfum gut einen halben Meter vor sich in luftiger Höhe durch mehrere Pumpstöße in den Raum ‚schießen‘. Sogleich schreiten Sie in den sich senkenden Nebel und verbleiben dort ein halbes Minütchen, bis der duftende Niederschlag auf Ihren Haaren gänzlich gelandet ist. Für eben diese Zeit sollten Sie die Luft anhalten.

Die sogenannten Haar-Parfums toppen diesen Effekt noch merklich, sind sie es doch, die neben dem unwiderstehlichen Duft auch noch Glanz ins Haar zaubern. Allerdings sind die Duft-Nuancen sehr begrenzt.

Eines noch zum Abschluss: Ein Parfum kann sowohl eine Fernwirkung als auch eine Nahwirkung erzielen. Ins Haar gesprüht ist die Fernwirkung am intensivsten wahrnehmbar. Je näher Sie jedoch mit dem Sprühstoß an die Zonen Ihres Körpers gelangen, die nicht im unmittelbaren Kontakt zu jedermann stehen (Hals, Ohrläppchen, Nacken, usw.), umso dezenter wird auch die Ausstrahlung an sich sein. Es sei denn, Ihr Geliebter tritt Ihnen – ganz unvermittelt – so nahe, wie niemals zuvor.

Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.