Kosmetik

Schöne Augen

Pflege und Make-up

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Sie stehen immer im Mittelpunkt: Die Augen sind allein schon deshalb ein Hingucker, weil sie – wenn zwei Menschen aufeinander treffen – den zentralen Punkt der Kommunikation darstellen. Zu aller Erst schaut man sich in die Augen. Und wenn man nicht gerade sehr schüchtern ist, dann schaut man immer wieder dorthin. Der Blick in die Augen wird durch einen Instinkt geleitet. Wenn man so will, dann kann man also gar nicht anders, da uns diese Verhaltensart angeboten ist.

Es gibt Frauen, die ihre Augen niemals schminken und dennoch versinken die Männer geradezu in ihnen. Andere – wie vielleicht Sie und ich – müssen meist etwas nachhelfen. Wie das geht, verrate ich Ihnen jetzt.

Teilen wir die Augenpartie, der Anschaulichkeit halber, einfach in unterschiedliche Zonen auf: Zone 1 ist der Augapfel, bestehend aus der Pupille, der Regenbogenhaut und dem Weiß drum herum, der sogenannten Lederhaut. Die Lidkanten, also die schmale Linie, die den Augapfel oben und unten umgibt und die Wimpern bilden die Zone 2. Die Zone 3 befinden sich die Lidfalte und die Augenbrauen. Verbleibt noch die Partie unter den Augen, diese nennen wir Zone 4.

Beginnen wir mit dem Augapfel. Die Farbe der Regenbogenhaut lässt sich allenfalls durch farbige Kontaktlinsen verändern, doch eigentlich braucht so etwas kein Mensch. Die Farbe der weißen Partien, die die Regenbogenhaut umgeben (die Lederhaut), kann Schwankungen unterliegen. Rein weiß erscheint sie nur – retuschiert auf den Fotos der Stars. Meist ist sie ein wenig weiß-getrübt. Zwei Veränderungen können sich einstellen: Das Weiß ist von kleinen rötlichen Äderchen durchzogen oder (was gravierender ist): Das Weiß ist kein Weiß, sondern ein fahles Gelb.

Die rötlichen Äderchen, die man mit bloßem Auge erkennen kann, sind Auswirkungen geplatzter Gefäße. Das Blut strömt unkontrolliert in die Lederhaut. Meist ist ein erhöhter Druck im Auge dafür verantwortlich, oftmals ist die Ursache recht lapidar: ein Hustenanfall, Niesen in häufiger Folge, aber auch eine spontane Überanstrengung. Erst dann, wenn die geröteten Augen tagtäglich zum gewohnten Blick in den Spiegel gehören, ist dies ein Warnsignal. Der Gang zum Hausarzt ist nun überfällig, denn der Bluthochdruck, eine nicht zu unterschätzende Erkrankung, kann das Übel in die Wege geleitet haben.

Die gelbliche Verfärbung der Lederhaut ist ein Symptom, dem sie Ihre ganze Aufmerksamkeit widmen sollten. Zwar kann die genetisch bedingte Stoffwechselstörung ‚Morbus Meulengracht‘ (meist harmlos verlaufend) dafür verantwortlich sein –, es gibt aber auch eine Reihe ernstzunehmender Erkrankungen des Körpers, die die Verfärbung auslösen. Suchen Sie in jedem Falle einen Arzt auf.

Doch kehren wir zum eigentlichen Thema zurück.

Der sogenannte Lidstrich – mit einem Kajalstift gezogen – färbt die Lidränder ein. Man kann auch Eyeliner verwenden. Dieser ist flüssig, die Betonung der Lidränder fällt etwas deutlicher aus. Aufgetragen wird er mit einem Pinsel oder mittels einer Schaumstoffspitze. Für den Kajalstift gilt: Stets gut angespitzt sollte er sein. Vor dem Auftragen empfiehlt es sich, das Lid abzupudern, weil der Kajal sonst schnell verwischt. Für Ungeübte ist der Kajalstift einfacher anzuwenden als der Eyeliner.

Die bevorzugte Farbe ist zweifelsohne schwarz. Der Kontrast zum Weiß der Lederhaut lässt das Auge an sich dominanter erscheinen, es fällt also mehr auf. Gleichsam wirkt das Auge dadurch aber auch ein wenig kleiner, denn die schwarze Kontur verengt den Raum nach oben und nach unten. Wenn Sie ohnehin nicht die größten Augen haben, dann sollten Sie keinen schwarzen Kajalstrich verwenden, sondern einen dezenteren. Das Spektrum erstreckt sich über so ziemlich alle Farben, die man sich vorstellen kann, bis hin zum Weiß, das die Augen optisch ein wenig vergrößert.

Der Lidschatten trägt mit seiner Farbe dazu bei, den Gesichtsteint zu betonen. Dunklere Farben wie rot (bis hin zum bordeaux) und schwere Blau- und Grüntöne eignen sich hervorragend für den südländisch anmutenden Typ. Leichtere (und lichtere) Nuancen empfehlen sich besonders für den helleren Hauttyp. Im Einzelfall sollten Sie aber die Probe aufs Exempel machen: Veranstalten Sie einen kleinen Augen-Schmink-Abend und kolorieren Sie Ihre Augen nach Herzenslust! Wetten, dass Sie die ein oder andere Farbwirkung überraschen wird?

Nun sind wir bei den Wimpern angelangt. Ursprünglich erfüllten sie eine reine Schutzfunktion. Staub, Wasser, aber auch blendendes Sonnenlicht sollten (und sollen) nicht mit dem Augapfel in Kontakt geraten. Vor etwa einhundert Jahren begannen die Diven (und alle, die es noch werden wollten) damit, sich die Wimpern zu färben. Kurz zuvor war dem französischen Forscher Eugène Schueller die erste synthetische Haarfärbung gelungen. Was lag also näher, als die Farbe der Wimpern (und der Augenbrauen) der der Frisur anzugleichen?

Kontraste erzeugen Spannungsfelder, die das Auge beim Betrachten eines Gesichtes leiten, mitunter sogar entführen. Kontraste heben Details hervor. Die Wimpern sind ein solches Detail. Tiefschwarz sind sie eigentlich nur bei den Südländerinnen. In unseren Gefilden ist das Braun in allen Facetten vorherrschend. Bisweilen ist es so hell, dass man die Wimpern kaum erkennen kann. Wenn sie dann auch noch recht dünn sind, tauchen sie – ohne jeden Kontrast – unter.

Das kleine Wundermittel, die Mascara, schafft Abhilfe im Nu. Anders als das Auftragen der Lidkontur mit dem Kajalstift oder dem Eyeliner, ist die kleine Mascarabürste auch für Ungeübte kinderleicht zu führen. Wenn die gewünschte Wirkung beim ersten Mal als unzureichend empfunden wird, dann verstärkt ein zweiter die Wirkung. Die Wimpern werden durch die Mascara nicht nur (dunkel) eingefärbt, sie erhalten auch gleich mehr Fülle. Im Handel sind zahlreiche Bürstentypen erhältlich. Probieren Sie einfach mal einige aus! Achten Sie beim Kauf einer Mascara aber unbedingt auf eine ausgezeichnete Qualität. Zur Badesaison oder für den Sommerurlaub sollte das Elixier wasserfest sein.

Die Länge der Wimpern ist ebenso wie deren Fülle naturgegeben. Sie können aber etwas nachhelfen. Mit einer Wimpernzange kann der gekrümmte Verlauf der Wimpern (vor dem Auftragen der Mascara) etwas reduziert werden, so dass mehr Länge entsteht.

Der Kontrast zum Lidschatten bestimmt die Wirkung der Wimpern geradezu elementar,  denn beim Augenaufschlag ist er die Bühne, vor der sich alles abspielt. Ton-sur-ton verschwinden die Wimpern hinter dem Vorhang, ist der Lidschatten heller und die Wimpern dunkler, dann stehen sie im Rampenlicht. Genaugenommen gibt es kein richtig oder falsch. Allein die Wirkung ist entscheidend. Kürzere Wimpern können ebenso eine Faszination ausstrahlen wie die längsten Wimpern der Welt.

Bei den Augenbrauen verhält es sich ganz ähnlich. Zu buschige Varianten lassen sich ganz einfach durch das Auszupfen in die gewünschte Form bringen. Mangelnde Fülle oder eine nicht erwünschte Linienführung werden durch Korrekturen mit dem Kajalstift behoben. Bei all zu spärlichem Wuchs kann auch das sogenannte Permanent-Tattoo hilfreich sein. Das Färben der Augenbrauen kann im Einklang mit dem Kolorieren der Haare beim Friseur erfolgen.

Die Hautpartie unter den Augen ist eine besonders sensible Zone. Das liegt daran, dass die Haut dort sehr dünn ist, vor allem aber befindet sich unter dieser Haut kaum Fettgewebe. Noch dazu neigt dieser Hautbereich extrem zu Wassereinlagerungen, was vornehmlich dann auftritt, wenn Sie nicht ausreichend geschlafen haben. Auch eine permanente Überanstrengung des Körpers kann dieselben Symptome zutage fördern.

Behandeln Sie diese Hautzone stets mit äußerster Vorsicht! Ziehen Sie nicht mit den Fingern an dieser Haut und unterstehen Sie sich, sie in irgendeiner Weise zu drücken oder gar zu quetschen, – lassen Sie sie einfach in Ruhe! Wenn Sie dort Make-up auftragen (welches ein, zwei Töne heller sein sollte als Ihr übriges Gesichts-Make-up), dann behandeln Sie diese Zone wie ein rohes Ei! Das Make-up sollte dort nicht aufgetragen sondern aufgetupft werden. Überdies sollte das Auftupfen recht dünn erfolgen, weil das Resultat sonst schnell etwas künstlich aussieht.

Dunkle Augenringe sind – ebenso wie die verquollenen Augen – der häufigste Grund für Antikomplimente. „Du solltest dich mal wieder ausschlafen!“ ist noch eine der akzeptabelsten Kommentare. „So kannst du nicht unter die Leute gehen!“ treibt es auf die Spitze und versetzt manch einem einen Stich ins Herz.

All denen, die der Gesunderhaltung ihres Körpers einen hohen Stellenwert einräumen, also jene, die weder rauchen noch übermäßig dem Alkohol zusprechen und sich auch vorbildlich ernähren, sei gesagt, dass die Ränder unter den Augen auch genetisch bedingt sein können. Kein Grund zur Sorge also. Ein ordentliches Make-up wird es schon richten.

Sonneneinstrahlung, aber auch künstliche UVA-Strahlen sind pures Gift für die Hautpartie unter den Augen. Wie bereits erwähnt, ist die Haut dort sehr dünn und hat deshalb kaum eine Möglichkeit, auf die Strahlen zu reagieren. Wenn Sie den Strahlen dennoch ausgesetzt sind (im Urlaub oder weil Sie auf der Sonnenbank liegen, um Ihren allzu blassen Hauttyp etwas mediterraner erscheinen zu lassen), dann tragen Sie vorher eine Sonnenschutzcreme auf (ab LSF 10). Beziehen Sie Ihre Nasenspitze gleich mit ein, denn auch sie ist (weil sie besonders hervorsteht) ebenso betroffen.

Die ersten sichtbaren Fältchen im Gesicht bilden sich jenseits des 30. Lebensjahres meist an den Außenseiten unterhalb der Augen. Was auch immer Sie tun, Sie werden diesen Prozess nicht aufhalten können. Verlangsamen können Sie die Entstehung dadurch, dass Sie die Haut dort ganz besonders pflegen. Spezielle Cremes sind durchaus wirkungsvoll. Der Pflege der Gesichtshaut an sich sollte ohnehin ein besonderer Stellenwert eingeräumt werden. Am wirkungsvollsten sind Tages- und Nachtcremes in Kombination. Ein Tipp noch zum Abschluss: Entfernen Sie Ihr Make-up vor dem Zubettgehen stets restlos. Nutzen Sie dafür im Handel erhältliche Make-up-Entferner und gehen Sie – gerade unter den Augen – äußerst umsichtig vor!

Wenn die Hautpartie unter den Augen (aber auch die des Gesichtes) Irritationen aufweist, für die Sie keine Erklärung finden, dann ziehen Sie die Meinung eines Hautarztes zu Rate, bevor Sie in Eigenregie aktiv werden.

 

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