Beauty Tipps

Körperhygiene als Ritual

Duschen ist eine Kunst für sich

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Zugegeben – wir Frauen haben so unsere Angewohnheiten. Und wer erst einmal in eine gewisse Routine verfallen ist, der ändert sein Handeln nicht mir nichts, dir nichts, nur, weil irgendein Guru behauptet, man könne alles viel besser machen. Sich nach dem Duschen kalt abzubrausen, ist so ein gutgemeinter Rat. In der Tat kurbelt ein solches Prozedere den Kreislauf an und schließt die Poren der Haut, die sich durch die Wärme des Wassers zuvor weit geöffnet haben, was bisweilen dazu führen kann, dass sich Schadstoffe aus der Luft in ihnen ablagern. Trotz dieser Erkenntnis ist das finale Kaltduschen unter uns Frauen so verhasst wie eine ausgeprägte Cellulite. Dass – in diesem Falle – das eine das andere bedingt, lassen wir (vorerst) außer Acht.

„Wer täglich duscht, der sollte lediglich die Partie unten den Achseln, den Intimbereich und die Füße einseifen“, propagieren Dermatologen. Und natürlich haben sie recht, denn das ständige Auslaugen der übrigen Haut mit alkalischen Substanzen treibt das Gleichgewicht der Hautflora aus der Balance. Wer aber – so frage ich Sie – möchte schon darauf verzichten, sich von Kopf bis Fuß mit edlen Düften zu verwöhnen, bis unserem Liebsten beim nächsten Rendezvous die Sinne vergehen? Wohl die wenigsten von uns.

Zugegeben – wir Frauen haben so unsere Angewohnheiten. Doch lohnte es sich nicht, einmal darüber nachzudenken, wie wir peu à peu auch den gesundheitsorientierten Aspekten des Duschens gerecht werden könnten? Zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen wäre doch einen Versuch wert, oder? Frei von Oberlehrerinnen-Allüren möchte ich Ihnen vier Ratschläge erteilen, die geeignet sind, Ihre liebgewonnenen Rituale ein Stückweit zu regulieren.

Tipp 1
Heißer zu duschen als 40 Grad Celsius mag an kalten Wintertagen ein probates Mittel sein, den ‚Frost‘ aus dem Körper zu vertreiben. Länger als ein, zwei Minuten sollte dieses Vergnügen jedoch nicht andauern, denn sonst quittiert unser Organismus den Hitzeschock mit einer erhöhten Pulsfrequenz, was zu einer gewissen Abgeschlagenheit nach dem Duschen führen kann.

Tipp 2
Statt sich von oben bis unten einzuseifen, sollten Sie lieber eine (parfümierte) Creme für Arme, Beine, Bauch und Po nach dem Duschen verwenden. Auf diese Weise bleibt der Säureschutzmantel der Haut nahezu unberührt.

Tipp 3
Bewegen Sie sich während des Duschens! Vor allem dann, wenn Sie den Duschkopf über sich fixiert haben. Den Schwall des Wassers permanent auf Ihren Rücken prasseln zu lassen, ist keine gute Idee, selbst dann nicht, wenn Ihnen dabei das Herz aufgeht. Besser ist es, sich langsam im Kreis zu drehen, weil dann die Wärme des Wassers auf den gesamten Oberkörper verteilt wird.

Tipp 4
Wechselduschen ist eine Wohltat für unseren Körper. Der Kreislauf gerät in Schwung und – regelmäßig praktiziert – stabilisiert dieses Vorgehen ganz erheblich unser Immunsystem, was dazu beitragen kann, dass wir vor Erkältungen gefeit sind.

Für’s Erste habe ich Sie mit meinen Tipps überfordert, dessen bin ich mir sicher, denn wer gibt schon seine liebgewonnenen Rituale auf – von jetzt auf gleich? Wenn es Ihnen aber gelingt, den ein- oder anderen Ratschlag nach und nach in die Tat umzusetzen, dann sind Sie bereits auf einem guten Weg.

Eine meiner besten Freundinnen beklagte sich eines Abends, als ich mal wieder bei ihr übernachtete, darüber, dass ihre Waden ständig kribbelten, sobald sie sich schlafenlegte. „Versuch’s doch einmal mit kalten Güssen!“ riet ich ihr. Gesagt – getan. In der Dusche umspülte ich ihre Waden gut eine Minute lang mit eiskaltem Leitungswasser. Zwar hüpfte sie umher wie ein Rumpelstilzchen und lamentierte – später aber war Ruhe im Karton. Noch heute schwört sie auf diesen Trick.

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